ich bin in Lahr eingeschrieben und dort zählen die Noten der Prüfungsaufgaben mit ins Vordiplom. Nur: weiß eigentlich jemand, wie stark die gewichtet werden???
Bei meinem Zeugnis fürs Grundstudium in Lahr sah es folgendermaßen aus:
Die 9 Diplomvorprüfungen + die 6 (glaube ich) Noten für die Prüfungsaufgaben (nach Fächer) zusammengezählt geteilt durch 15.
Die Durchschnittsnoten der Prüfungsaufgaben pro Fach haben also wie eine DVP gezählt.
Mr. Burns hat geschrieben:
ziemlich lässig viel Land gut zu machen
20% ist mehr als ich erwartet hab, nicht schlecht Hr. Specht.
wie wichtig ist eigentlich die Note vom Vordiplom bzw. vom Diplom selber? Lohnt es auf gut Deutsch sich den werten Boppes aufzureißen weil die (neuen) Chefs später da ganz genau draufgucken oder sieht der Personaler: aha, der hat neben dem Beruf noch den Dipl gepackt, der Kerl ist gut, grad egal dass der nur ne 4 hat???
Ich tendiere nämlich eher zu letzterem, bin eh schon ausgelastet genug (wem erzähl ich das hier eigentlich???)
Also ich behaupte mal folgendes (das sind Erfahrungen von mir):
Derjenige, der schlechte Noten hat sagt natürlich, ist nicht so wichtig, später wird eh nur geschaut was auf der Visitenkarte steht.
Derjenige mit guten Noten ist natürlich voll davon überzeugt, dass jede Note einzeln begutachtet wird.
Das gilt sowohl für das Vordiplom- und später auch für das Diplomzeugnis.
Zum Glück kann ich mich letzter Behauptung anschließen
Gruß
HOlger
Mr. Burns hat geschrieben:
Wenn wir schon beim Thema Noten sind:
wie wichtig ist eigentlich die Note vom Vordiplom bzw. vom Diplom selber? Lohnt es auf gut Deutsch sich den werten Boppes aufzureißen weil die (neuen) Chefs später da ganz genau draufgucken oder sieht der Personaler: aha, der hat neben dem Beruf noch den Dipl gepackt, der Kerl ist gut, grad egal dass der nur ne 4 hat???
Ich tendiere nämlich eher zu letzterem, bin eh schon ausgelastet genug (wem erzähl ich das hier eigentlich???)
ich hab auch gute Noten (zwischen 1 und 2), hab die mir aber auch mit ziemlich viel Aufwand erarbeitet.
Das ist ja auch schön so und befriedigt, andererseits frage ich mich halt, ob sich das auch für die Zukunft lohnt.
Ich denke da nur an Abizeugnis oder Ausbildungszeugnis - da haben die Noten bei späteren VOrstellungsgesrpächen wirklcih keinen mehr interessiert. klar ist ein Studium was anderes... aber wer weiß, vielleicht könnte ich es doch etwas ruhiger angehen lassen?
HAllo,
also das mit den Prüfungsaufgaben in LAhr geht so. Das ist pro FAch unerschiedlich. In Recht geht die Note der Einsendeaufgaben zum Beispiel mit 20% in die Klausurnote ein, in Unternehmensführung mit 10%, in Steuerlehre und Mathe überhaupt nicht in VWL mit 33,3 %. Das kannst Du aus der
Prüfungsordnung entnehmen.
Ha! Endlich mal eine Dame, die Klartext spricht. Hab alle meine Unterlagen durchsucht, finde aber diese Informationen nicht.
Kannst du vielleicht mal die Prozente fuer die anderen Faecher reinstellen? (BWL, DV, KLR)
Und dann noch eine Frage: Ich bin wie viele andere von der BF-Klausur freigestellt. Heisst das, dass die Note nur aus den Hausaufgaben gebildet wird?
Viele Gruesse,
Ines
Marion hat geschrieben:HAllo,
also das mit den Prüfungsaufgaben in LAhr geht so. Das ist pro FAch unerschiedlich. In Recht geht die Note der Einsendeaufgaben zum Beispiel mit 20% in die Klausurnote ein, in Unternehmensführung mit 10%, in Steuerlehre und Mathe überhaupt nicht in VWL mit 33,3 %. Das kannst Du aus der
Prüfungsordnung entnehmen.
Ich habe zwar nichts dazu in der Prüfungsordnung gefunden, aber letztens, bei einem Seminar (BWL), sagte der Dozent, in Lahr würden bei BWL 20% in die Gesamtnote einfliessen.
Hoffe das hilft etwas weiter...
PS: Ich will ja wirklich nicht nerven, aber weiss denn niemand, woher man 'alte' Klausuren bekommen kann????
Nein soviel ich weiß, sind die Noten der Prüfungsaufgaben nur in Lahr relevant. In Leipzig zählen einzig und allein die Noten der Diplomvorprüfungsklausuren.
tja, welchen Wert haben nun eigentlich die Noten? Einem früheren Artikel der SZ ist folgendes zu entnehmen:
Charme, Charisma, reichlich Ego oder eine Eins vor dem Komma - was macht den idealen Bewerber aus? Er muss zu uns passen, sagen die einen . Es kommt auf die Persönlichkeit an, sagen die anderen. Er sollte Probleme forsch angehen, sich lieber hinterher entschuldigen als vorher um Erlaubnis zu fragen, sagen Dritte.
Wie wichtig sind da überhaupt noch gute Noten? Sind sie lediglich ein vorläufiges Auswahlkriterium, um unter die ersten zehn Kandidaten zu kommen?
"Noten sind immer noch das A und O", sagt die Güterloher Karriereberaterin Elke Schumacher. "Auch wenn das Studium etwas länger gedauert hat, zählt die gute Note immer noch mehr als ein Turbo-Abschluss."
Weitere Kommentare von Personalern: "Die Note ist das allererste Auswahlkriterium. Wer bei der Bewerbung nur durchschnittliche oder gar schlechte Noten vorzuweisen hat, bekommt kaum eine Chance."
"Gute Noten lassen nun mal auf entweder auf Fleiß oder eine rasche Auffassungsgabe schließen."
Würden die Personaler einen Kandidaten wählen, der sie trotz schlechter Noten überzeugt habe, seien sie die Dummen, wenn der Kandidat im Job scheitert.
"Eine gute Note ist die Basis. Alle anderen Fähigkeiten, die im Test oder im Assessment Center geprüft werden, müssen auf dieser Plattform bestehen können. Wenn die Note stimmt, ist die Gefahr geringer, dass man einen Bewerber einstellt, der den Job dann doch nicht bewältigt. Auch wenn die Auslese nach Noten manchmal bedeutet, dass man ein Talent übersieht. Aber dieses Risiko muss man eher in Kauf nehmen."
(Personalvorstand der Beiersdorf AG)
"Für eine aussagekräftige Bewerbung sind verschiedene Elemente gleichermaßen wichtig: die Hard Skills wie Praktika, außeruniversitäres Engagement, Studiendauer und Abschlussnote, und die Soft Skills wie analytische Fähigkeiten und Teamgeist. Ausschlaggebend ist die Ausgewogenheit aller Faktoren."
Die Unternehmensberatungen nehmen nur Absolventen mit den besten Noten.
"Arbeitgeber sollten sich nicht so sehr von guten Noten beeinflussen lassen, sondern eher auf praktische Erfahrung setzen und die Einstellung der Absolventen zu ihrem Beruf testen."
Aber auch die "Chemie" zwischen Bewerber und Entscheider ist nicht unbedeutend: Ein mir bekannter Jurist (beide Staatsexamina mit "ausreichend" abgeschlossen, ein ausgesprochen gemütlicher, umgänglicher Zeitgenosse) stach alle Einser-Absolventen aus, weil die Chemie zwischen ihm und dem Firmeninhaber auf Anhieb stimmte. Ich verlor ihn aus den Augen, aber 15 Jahre später sah ich sein Foto auf dem Titelblatt von "Capital" als Vorstandsvorsitzender eines Milliardenkonzerns.
So eine spontan wirkende Chemie wünsche ich euch allen!
Herzlich
Senator E.h. Reinold Skrabal
Moderator "Fremdsprachen"
PS: Während meiner früheren langjährigen Berufstätigkeit in der Industrie (vor dem Einstieg ins Lehrfach) habe ich "einfache" Industriekaufleute kennen gelernt, die trotz ihrer mittleren Reife und ohne akademisches Studium jeden Uni-Absolventen in die Tasche steckten und auf Grund ihres überragenden Könnens schnell Karriere machten. Eine meiner früheren Studentinnen (Wirtschaftsfranzösisch), jetzt 40, verdient im Auslandsvertrieb (IT-Bereich) ca. 6500 Euro pro Monat, eine begnadete Powerfrau, die Aufträge reinholt wie andere die Brötchen beim Bäcker kaufen. Ausbildung? Noten? Selten so gelacht!
ich denke man muß schon unterscheiden zwischen Absolventen, "hauptberuflich" Student an einer Uni waren und nebenbei gejobbt haben oder ob sich jemand neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit nebenbei das FH-Diplom baut.
Bei letzteren spielt die Note eine durchaus geringere Rolle und die Berufserfahrung und Aufgabenbereiche, die der/diejenige wahrgenommen hat werden in der Regel höher bewertet als der Notendurchschnitt im Diplom. Wichtig ist, dass er/sie den Diplom-Abschluß nachweisen kann aber ich habe in meiner mittlerweile fünfjährigen Berufstätigkeit als Personalrecruiterin bei einem Unternehmen in Stuttgart noch nicht erlebt, dass jemand der Vollzeit gearbeitet hat und ein Diplom-Abschluß nicht mit einer eins vor dem Komma beendet hat weniger Chancen. Im Gegenteil, die Noten sind hinterher zweitrangig bei jemandem der bereits mit beiden Beinen im Berufsleben steht.
Es ist sicherlich richtig, dass man ohne akademischen Abschluß eine gutbezahlte und anspruchsvolle Tätigkeit ausüben kann, jedoch wird von den meisten Unternehmen in diesem Fall mindestens ein FH-Abschluß vorausgesetzt.
Ich selbst habe vor 5 Jahren mein FH-Abschluß in BWL-Schwerpunkt Personal bei AKAD gemacht und betreue mittlerweile einige Studierenden bei Semester und Projekt-Arbeiten, die mich regelmäßig nach der Bedeutung de Noten fragen. Aufgrund haben sie einen Stellenwert, aber dieser sollte nicht überbewertet werden, da wie gesagt andere Sozialkompenzen und die Bereitschaft sich neben dem Studium weitergebildet zu haben höher eingestuft werden als eine 1 oder 2 vor dem Komma.
Einen schönen Tag und allen Studierenden weiterin viel Erfolg,